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Fotos: fzmb,
B. Körner
Besuch durch Herrn Professor Soloschenko und Herrn Professor
Dontschenko
von der Sibirischen Abteilung der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften
in Novosibirsk
Beratung im Konferenzraum
Bahnbrechende Forschungsarbeit - Besucher aus Novosibirsk
BAD LANGENSALZA (mz). Gäste aus Novosibirsk begrüßte
Prof. Rolf Zeth von Bad Langensalzas Forschungszentrum für
Medizintechnik und Biotechnologie (fzmb). Mit der Sibirischen Abteilung
der russischen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften forscht
man an einem gemeinsamen Projekt. Bereits im Februar letzten Jahres
hatten beide Einrichtungen einen Kooperationsvertrag abgeschlossen.
Unterstützt wurden sie dabei vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung. Kernstück des Vertrages ist ein gemeinsames
Forschungsprojekt. Hand in Hand will man ein diagnostisches Verfahren
zur frühen Erkennung von Gelenkerkrankungen bei Nutztieren
entwickeln. Dazu arbeiten bereits zwei Mitarbeiter aus Novosibirsk
vor Ort. Prof. Alexander Dontschenko, Präsident der Sibirischen
Abteilung der russischen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften
und Leiter eines Veterinärinstituts, und Prof. Wladimir Soloschenko
- er steht einem Institut für Tierzucht vor - waren gekommen,
um sich vom Fortgang dieser Arbeiten zu überzeugen. Bei dem
gemeinsam entwickelten Diagnoseverfahren wird Gelenkflüssigkeit
von Tieren untersucht. Dabei könne man unterscheiden, ob die
Krankheit auf einem Infekt beruhe oder auf Abnutzung basiere.
Je nach Diagnose setzte dann die Behandlung ein. Das Verfahren
sei preiswert, schnell, genau und differenziert, erläuterte
Dontschenko. Während es im Gebiet um Nowosibirsk an Pferden
getestet werde, untersuche man in Bad Langensalza besagte Gelenkflüssigkeit
und entwickele den Test. Wenn die Diagnose zur frühzeitige
Erkennung von Gelenkkrankheiten an Tieren funktioniert, könne
man sie auch auf den Menschen ausdehnen, war Dontschenko optimistisch.
Er warb mit dem Wissenschaftsstandort Novosibirsk für weitere
Kooperations-Projekte. Immerhin verfüge er über 31 landwirtschaftliche
Institute mit 17 000 Mitarbeitern. Bereits am Sonntag eingetroffen,
konnten sich die Gäste längst ein Bild von der Stadt
machen. Gestern wurden sie vom Bürgermeister empfangen. Er
habe viele herzliche Menschen getroffen, betonte Dontschenko. Sein
erster Eindruck von Bad Langensalza: Eine saubere und schöne
Stadt. Artikel TA vom 10.06.2005
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