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Genuss mit Garantie
BAD LANGENSALZA.
Die Thüringer Wurstwaren
sollen noch sicher werden. Deshalb wurde das Projekt Kontamin ins
Leben gerufen, für welches das Bad Langensalzaer Forschungszentrums
für Medizintechnik und Biotechnologie (FZMB) die nötige
Prüftechnik entwickelt.
Gammelfleisch, Salmonellen, BSE - die Lebensmittelskandale sind
noch allgegenwärtig. Doch Frank Lindemann von der Landesentwickungsgesellschaft
Thüringen (LEG) macht die Entwicklung des Projekts Kontamin
nicht nur daran fest. "Wir wollen die Qualität nachhaltig
sichern", erklärt er. Zumal die aktuellen Vorschriften
der Europäischen Union strenger geworden sind. "In 25
Gramm darf nicht einmal eine einzige Salmonelle nachweisbar sein",
so Lindemann. Das betrifft natürlich den Freistaat, in dem
bekanntermaßen reichlich Hackfleisch verzehrt wird.
Das Projekt befindet sich allerdings noch im ersten Jahr und damit
in der Anlaufphase. Ziel ist es, ein Netzwerk zu knüpfen,
das wissenschaftliche Einrichtungen und Hersteller von Wurstwaren
zusammenführt. Unter der Koordination des Bad Langensalzaer
Forschungszentrums für Medizintechnik und Biotechnologie (FZMB)
sollen Systeme und Verfahren entwickelt werden, die es ermöglichen,
mikrobiologische Verunreinigungen im Fleisch schneller zu erkennen.
Braucht es bislang noch einige Tage zum Nachweis, sollen Schnelltests
bald in 30 Minuten Ergebnisse liefern. Geplant ist es, auch die
Vermarktung einzubeziehen, heißt es seitens der Landesentwicklungsgesellschaft.
Und nicht nur Wurstwaren werden laut Lindemann künftig von
dem Projekt profitieren können. Auf andere Nahrungsmittel
soll es ebenfalls ausgeweitet werden und diese somit sicherer machen.
Von Sabine SPITZER
Thüringer Allgemeine, Lokalausgabe Bad Langensalzaer Allgemeine
vom 25.11.2008
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